Bitten eines Kindes an seine Eltern

Verwöhne mich nicht!
Ich weiß sehr wohl, dass ich nicht alles bekommen kann, wonach ich frage. (Ich will dich nur auf die Probe stellen.)

Hab keine Angst, im Umgang mit mir standhaft zu bleiben!
Mir ist diese Haltung lieber, weil ich mich dann sicherer fühle.

Schenke meinen kleinen Unpässlichkeiten nicht zu viel Beachtung!
Sie schaffen mir nur manchmal die Zuwendung, die ich benötige und eventuell sonst nicht bekomme.

Nimm dir Zeit für mich!
Ich brauche dich etwa 30 Minuten am Tag nur für mich alleine, damit wir zusammen spielen oder reden können. Glaube mir, sonst schaffe ich es auch anders, dass du dich mit mir beschäftigst.

Nörgle nicht!
Wenn du das tust, schütze ich mich, indem ich mich taub stelle.

Mache keine raschen Versprechungen!
Bedenke, dass ich mich schrecklich im Stich gelassen fühle, wenn Versprechungen nicht eingehalten werden.

Sei nicht inkonsequent!
Das macht mich völlig unsicher und lässt mich mein Vertrauen zu dir verlieren.

Sag nicht, meine Ängste seien albern!
Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mich beruhigen, wenn du versuchst, sie zu begreifen.

Vergiss nicht, ich liebe Experimente!
Ich kann ohne sie nicht groß werden. Bitte halt`s aus!

Bewahre mich nicht vor den Folgen meines Tuns!
Ich muss auch einmal peinliche und schmerzliche Erfahrungen machen.

Vergiss nicht, dass ich ohne eine Menge verständige Liebe nicht gedeihen kann!
(Aber das muss ich dir wohl nicht sagen - nicht wahr?!)

                              Grundschule Nürnberg, Wiesenschule, Wiesenstraße 68, 90443 Nürnberg, Tel: 0911/440959               Impressum