Spielen macht Schule


Das Konzept „Lernen durch Spielen“ bereichert und ergänzt die vorhandene Sprachwerkstatt und die bereits erfolgreich angelaufenen Projekte „Streitschlichter“ und „Schuki“. Weiter unten finden Sie genauere Ausführungen zum Konzept.

Damit die Spiele möglichst zahlreich genutzt werden können, soll unsere Sprachwerkstatt um eine Spieleecke erweitert werden. Die Kinder können sich Gesellschaftsspiele, Lernspiele, Konstruktionsspiele und Knobelspiele auswählen.
Im Wesentlichen können durch die Spiele folgende Teilbereiche gefördert werden:

Ausdauer, Motorik, Wahrnehmung, Auge-Hand-Koordination:
* Knobelspiele, Brettspiele, Konstruktionsspiele, Memory, Lotto, Geräuschespiele, Differix, Nikitinmaterialien, Balacierspiele usw.


Einzelne Unterrichtsfächer, wie Lesen, Rechnen, Sprachbetrachtung:
* Lernspiele, Quartett, Memory, Lotto, Brettspiele, Puppenhaus usw.


Strategisches Denken:
* Memory, Brettspiele, Knobelspiele, Konstruktionsspiele usw.


Soziale Kompetenz:
* Besonders beim Puppenhaus, bei der Ritterburg, der Arche, dem Bauernhof, der Eisenbahn, bei Rollenspiele und durchgängig bei allen Spielformen.



Die Bilder zeigen, wie intensiv die Kinder spielen.

Die riesige Burg wird inspiziert. Wo wohl was hingehört? Wie nennen sich die einzelnen Teile?
Andere spielen mit dem Bauernhof.
Wackel’Nix: ein Geschicklichkeitsspiel für Gelenkige. Hoffentlich klappert es nicht im Ei!
Junior Genial : auch ein Strategiespiel. Make 'n Break: Einfach toll. Es geht auch gemeinsam gegen die Zeit.



Konzept zu Spielen macht Schule


Erwachsene und besonders Kinder können beim Spielen die Sprachfähigkeit, die Rechenfertigkeit, das strategische Denken und die Wahrnehmungen weiter entwickeln. Außerdem werden Impulse gegeben um unter anderem die Persönlichkeit und die Sozialkompetenz weiter zu entwickeln. Durch die Gemeinschaft, auch jahrgangsübergreifend, kann ein Mensch seine Individualität zur Persönlichkeit vollenden.  

Aufgrund der Zusammensetzung unserer Klassen ist Spielen schon jetzt ein fächerübergreifendes Prinzip beim Erziehen und Unterrichten. Doch unsere bisherigen Erfahrungen haben uns vor Augen geführt, dass das Spielen noch verstärkter in den Unterricht einbezogen werden sollte.

Unsere Schüler brauchen besonders vielfältige Anregungen.


Kinder lernen ohne Einschaltung des Bewusstseins bestimmte sprachliche Regeln. Sie sind empfänglich für den Zusammenhang zwischen Sprachausdruck und Gestik, von Wortbedeutung und Mimik und Töne. Diese Regeln stehen in kaum einem Lehrbuch und sind nur sehr schwer im Alter erlernbar. Durch die Interaktionen beim Spielen untereinander kann die Sprachkompetenz besonders im Bereich des Wortschatzes und der phonologischen Bewusstheit erweitert werden.

Bereits erworbenes Wissen kann wiederholt, geübt und gefestigt werden.

Neue Inhalte werden spielerisch eingeführt und handelnd begriffen.

Die Kinder können entsprechend ihrem Ent-wicklungs- und Leistungsstand präziser und individueller gefördert werden.

Durch den handelnden Umgang mit den verschiedensten Spielgeräten (Spielsteine, Bausteine, Spielfiguren, Karten, usw.) wird auch die Motorik der Kinder geschult.

Soziales Lernen und verantwortliches Handeln werden spielerisch gelernt. Die Beziehungen zum Interaktionspartner werden auch intensiviert und dadurch werden die Kinder gleichzeitig gesprächiger. Die Kommunikation erfolgt ungezwungener.

Die räumliche Wahrnehmung nimmt nicht nur in Geometrie und Heimat- und Sachunterricht, sondern auch beim Schreib- und Leselernprozess eine zentrale Rolle ein. Spiele, wie eine Murmelbahn, eine Ritterburg oder die Geostadt schulen die räumliche Wahrnehmung.

Um ein Spiel gewinnen zu wollen, ist meist auch strategisches Denken erforderlich, welches so unbewusst geschult wird.

Beim Spielen sind die Kinder meist offener und so auch leichter ansprechbar, um sie noch individueller zu unterstützen.

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